Fragen & Antworten

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Stellen Sie Fragen via Mail oder Kontaktformular. Egal ob Sie Fragen zur TECHNIK, KOSTEN, ZEITPLAN etc. haben, antworten nach bestem Wissen und Gewissen.

FRAGE: An wen soll ich mich wenden, wenn ich mich für einen Anschluss am Wärmeverbund in Vals interessiere oder allgemeine Fragen habe?

Nutzen Sie bitte die Formulare für ihre Offertanfrage, oder kontaktieren Sie unseren Geschäftsführer, Andy Oesch, über das Kontaktformular, via Mail oder einfach per Telefon unter 081 935 13 84.

FRAGE: Was kostet der ANSCHLUSS an den Wärmeverbund?

Die Kosten sind von der bestehenden Situation/Anlage, dem nötigenAnschlusswert und vom Energiebedarf einer Immobilie abhängig. Dabei sind die einmaligen Kosten für den ANSCHLUSS von den laufenden HEIZKOSTEN zu unterscheiden. Für den ANSCHLUSS an den Wärmeverbund wird eine ANSCHLUSSPAUSCHALE berechnet. Die HEIZKOSTEN teilen sich in eine jährliche GRUNDGEBÜHR und den ARBEITSPREIS für die effektiv bezogene Energie auf. Ein ANSCHLUSSvertrag läuft über 30 Jahre und deckt im Vergleich die Investitionen von etwa ZWEI neuen Heizanlagen ab.

Eine Musterofferte mit konkreten Angaben ist hier zu finden.

FRAGE: Was versteht man unter der ANSCHLUSSPAUSCHALE genau?

Die ANSCHLUSSPAUSCHALE beinhaltet die Anschlussgebühr, die nötigen Vorkehrungen am bestehenden Heizsystem und die nötigen Elektroarbeiten für den Heiz-Systemwechsel. Anders ausgedrückt sie enthält die komplette Umrüstung Ihrer alten Heizung auf den Anschluss an den Wärmeverbund. Dazu gehören alle Grabarbeiten und die Leitungsverlegung vom Hauptstrang zum Haus, die Deinstallation der bestehenden Heizung, kleinere Anpassungen für den Anschluss der neuen Wärmeübergabestation inkl. Isolationen sowie die Wärmeübergabestation mit allen elektrischen De- und Neuinstallationen. NICHT inbegriffen ist die Demontage und Entsorgung von Öltanks und Erdsonden. Eine Musterofferte mit der konkreten Auflistung der Leistungen ist hier zu finden.

FRAGE: Wie verbindlich ist die RICHTOFFERTE?

Die Richtofferte basiert auf einer Situationsaufnahme vor Ort und den Erfahrungswerten für die Anschlusskosten der Wärmeverbünde in Disentis und Brigels. Die ANSCHLUSSPAUSCHALE ist verbindlich, sofern bei der Situations-aufnahme keine wesentlichen Fehlbeurteilungen bei der Erfassung der Leistung, der Anzahl notwendiger Anschlüsse, der Zugänglichkeit etc. gemacht wurden. Eine Musterofferte ist hier zu finden.

FRAGE: Wozu braucht es einen VORVERTRAG?

Die WÄRME VALS AG nimmt mit dem start des Wärmeverbundes ein erhebliches finanzielles Risiko auf sich. Um dieses Risiko tragen zu können, muss eine gewisse Sicherheit aufgebaut werden, dass sich auch eine Mindestzahl von WÄRMEBEZÜGERN finden lässt. Der VORVERTRAG basiert auf der RICHTOFFERTE und stellt eine konkrete, beidseitige Absicht seitens WÄRMEBEZÜGER und WÄRME VALS AG dar, einerseits Wärme zu liefern und anderseits sich an den Wärmeverbund anzuschliessen. Der VORVERTRAG ist grundsätzlich bindend. Vom Vertrag kann aber in der Planungsphase wegen zwingenden Gründen schadlos einseitig zurückgetreten werden. Die zwingenden Gründe werden im Vorvertrag für beide Vertragspartner benannt.

FRAGE: Was versteht man unter den JÄHRLICHEN KOSTEN genau?

Die jährlichen Kosten bestehen aus einer GRUNDGEBÜHR und dem ARBEITSPREIS. Ersteres deckt einen Teil der Unterhalts und Neuinvestitionskosten am Heizwerk, dem Fernwärmenetz, den Übergabestationen und der gesamten Anlagesteuerung. Der ARBEITSPREIS deckt die Kosten für die tatsächlichbezogene Energie. Eine Musterofferte mit der konkreten Auflistung der Leistungen ist hier zu finden.

FRAGE: Wann erfahre ich, zu welchem Zeitpunkt mein Haus an den Wärmeverbund angeschlossen werden kann?

Das FERNWÄRMENETZ wird über die kommenden Jahre in mehreren "AUSBAUPHASEN" schrittweise auf- und ausgebaut. Im Februar 2019 wird kann verbindlich bekannt gegben werden, wo die Leitungen in der ersten Phase gebaut werden. Der schrittweise Ausbau ist deshalb zwingend, weil sonst ein zu grosser Anteil nicht rentabler Leitungsstränge entstünde und das Unternehmen finanziell gefährden würde. Die Leitungsführung folgt somit dem Bedarf der WÄRMEBEZÜGER und wird so früh als möglich kommuniziert.

FRAGE: was ist unter dem WÄRMEBEZÜGER zu verstehen?

Der WÄRMEBEZÜGER ist der Kunde der WÄRME VALS AG. Zwischen WÄRMEBEZÜGER und der WÄRME VALS AG entsteht ein Vertragsverhältnis. Rechtlich betrachtet ist WÄRMEBEZÜGER der Eigentümer einer Liegenschaft, welche am Wärmeverbund angeschlossen ist. Technisch gesehen stellt der WÄRMEBEZÜGER eine Liegenschaft dar, für den der Wärmeverbund die benötigte Wärmemenge bedarfsgerecht zur Verfügung stellen muss.

FRAGE: Welche AUSBAUPHASEN sind wann geplant?

Wir gehen davon aus, das in Vals zwei, höchstens drei Ausbauphasen des FERNWÄRMENETZES das Dorf komplett erschliessen werden. Die AUSBAUPHASEN orientieren sich am vorhandenen oder entstehenden Anschlusspotenzial. Die erste AUSBAUPHASE wird den Dorfkern erschliessen und führt entlang dem linken Rheinufer. Anschliessend erfolgt die Verdichtung der Anschlüsse. Erst danach erolgt die zweite Ausbauphase erfolgt, welcher wiederum eine Verdichtung folgt. Der Plan für das Leitungsnetz für die erste Ausbauphase ist derzeit in Arbeit und wird im kommenden Februar bekannt gegeben.

FRAGE: Wann werden die ersten Heizungen an den Wärmeverbund angeschlossen?

Gemäss aktueller Planung doll der Wärmeverbund im Winter 2019/2020 mit einigen wenigen aber grossen Wärmebezügern in Betrieb gehen. Anschliessend erfolgt die Umrüstung weiterer Wärmebezüger im Verlauf 2020.

FRAGE: Wem gehört die Wärmeübergabestation wenn ich mich am Wärmeverbund anschliesse?

Die Wärmeübergabestation bleibt im Besitz der Wärme Vals AG. Mit dem Vertrag sichert die Wärme Vals AG ihren Wärmebezügern eine stets funktionierende Wärmeübergabestation während der gesamten Laufzeit von 30 Jahren zu. Es fallen beim Eigentümer somit auch keine Kosten für Wartung oder Ersatz der Infrastruktur an.

Das Prinzipschema gibt einen guten Überblick über Installationen und die Eigentumsverhältnisse.

FRAGE: Wie muss ich mir die Grösse derInstallation einer Wärmeübergabestation in meinem Haus vorstellen?

Ziemlich klein. Da die Wärme nicht vor Ort "hergestellt" werden muss, sondern nur von der Fernwärmeleitung via Wärmeübergabestation an die Radiatoren, Bodenheizung oder den Warmwasserspeicher übergeben werden muss, entspricht eine übliche Hausinstallation etwa 50 x 70 x 80cm.

FRAGE: Wer steuert meine Heizung wenn ich mich an den Wärmeverbund anschliesse?

Sie als Eigentümer steuern Sie Ihre Heizung im Haus entsprechend ihren Bedürfnissen jederzeit selber. Der Wärmeverbund ist dafür besorgt, dass die nötige Energie zu jedem Zeitpunkt in ausreichender Menge an der Wärmeübergabestation zur Verfügung steht.

FRAGE: Wie lange dauert die Vertragslaufzeit mit dem Wärmeverbund?

Der Wärmeliefervertrag wird in aller Regel auf 30 Jahre abgeschlossen. Diese Zeit umfasst bei anderen  Heizsystemen wie Oelheizungen oder Wärmepumpen etwa zwei Investitionszyklen, wobei neu Heizsysteme tendenziell kurzlebiger werden.

FRAGE: Kann der Wärmeverbund Radiatoren und Fussbodenheizungen bedienen?

Ja. Die unterschiedlichen Temperaturen, welche von den beiden Wärmeverteilsystemen "Bodenheizung" und "Radiatoren" benötigt werden vom Wärmeverbund bedient. Wenn in einem Haus beide Systeme im Einsatz sind, was unüblich ist, muss eine entsprechende Lösung mit Spezialisten gesucht werden.

FRAGE: Wenn ich heute eine Oelheizung habe und mich am Wärmeverbund anschliesse - was ändert sich bei mir in der Heizung genau?

Nach dem Umbau ist an einer Wand in der Heizung eine sogenannte Übergabestation montiert, welche Heisswasser von ca. 80°C von der Hauptleitung des Wärmeverbundes bezieht (Primärkreislauf). Die Übergabestation ist ein Wärmetauscher, der je nach Bedarf die Wärme an die hausinterne Wärmeverteilung (Sekundärkreislauf) abgibt und so das Haus heizt. Die Regelung der Heizung erfolgt nach wie vor durch den Eigentümer.

Der Oelbrenner wird aus der Heizungentfernt und auch der Raum, der bis jetzt vom Oeltank belegt war, ist neu für andere Zwecke nutzbar. 

FRAGE: Ist der Rauch aus einem dem Kamin des HEIZWERKS schädlich?

Nein. Denn die "Rauchfahne" eines Heizkraftwerks besteht lediglich aus Wasserdampf. Schadstoffe werden durch die Filteranlagen entfernt und als Sondermüll entsorgt. Hierin besteht einer der wesentlichen Unterschiede zu den  individuellen Holzheizungen, welche Schadstoffe, Stab- und Russpartikel nicht zurückhalten können.

FRAGE: Wer steht hinter dem Wärmeverbund und wie kam es zur Wärme Vals AG?

Paul Gartmann, Daniel Berni, Stefan Schmid und Andy Oesch stellten im Zuge der Planung von Neubauprojekten wie der der Sennerei und der Mehrzweckhalle ein gemeinsames und nicht zu unterschätzendes Problem fest. Vals hat mittelfristig Schwierigkeiten die am Ort dringend notwendige Heiz- und Prozessenergie bereitzustellen. Oel ist zurecht in Verruf, die Erdsonden sind bei uns oft nicht sinnvoll platzierbar, das Brummen der Luftwärmepumpen ist unangenehm und senkt deren Akzeptanz zunehmend und die vielen Elektroheizungen müssen bis ca 2035 alle ersetzt sein. Auf der Suche nach Alternativen rückte diese Gruppe zusammen und holte sich Unterstützung bei Damian Sac aus Disentis und Heinz Böhler aus Widnau (SG). Diese beiden haben den Wärmeverbund Disentis und denjenigen in Brigels aufgebaut. Beide Wärmeverbünde werden heute wirtschaftlich betrieben und stellen ihre Kunden zufrieden. Nach einem knappen Jahr an Vorprüfungen und verschiedenen Abklärungen konnten wir der Bevölkerung am 16. März 2018 das Konzept für einen Wärmeverbund Vals als Sechserteam vorstellen. Im Juni 2018 gründeten wir die Wärme Vals AG. Diese finanziert in einem ersten Schritt die Machbarkeitsprüfung. Ende November 2018 hat der Verwaltungsrat beschlossen, den Wärmeverbund Vals als zukunftsfähige Heizlösung für Vals zu realisieren. Die Rollen und Funktionen in der Wärme Vals AG sind hier zu finden.

FRAGE: Wird der Schnitzelbedarf des Wärmeverbunds durch Schnitzel aus Vals abgedeckt?

Teilweise. Die Wärme Vals AG geht davon aus, dass  es ca. ein Drittel der benötigten Hackschnitzel aus Vals bereitgestellt werden können. Was darüber hinausgeht, muss aus der Region eingeführt werden. Das halten wir aber für unkritisch. Denn vergleichen wir dies aber beispielsweise mit Transporten von Oel aus dem Nahen Osten, Russland oder gar Indonesien, sind diese Transporte vernachlässigbar .

FRAGE: Wie wird in Zukunft sichergestellt, dass unsere Valser-Schnitzel genügend gut getrocknet sind?

Hier profitieren wir von einem Effekt der mit der Grösse der Schnitzelheizung zu tun hat. Je grösser der Brenner einer Schnitzelheizung ist, desto feuchter dürfen ja sollen die Schnitzel sein. Bei unserem Brenner mit einer Leistung von ca. einem Megawatt wären zu trockene Schnitzel ein Problem. Denn der Brennraum würde überhitzen. Anders gesagt: Für den grossen Brenner des Wärmeverbunds können die Hackschnitzel ohne vorherige Trocknung oder Lagerung direkt ab Wald gehackt und verbrannt werden. Die Frage nach der Trocknung, was bei den heut eher kleinen Schnitzelheizungen ein Problem darstellt, erübrigt sich beim Wärmeverbund  aufgrund der Brennergrösse.

FRAGE: Woraus besteht so ein Wärmeverbund eigentlich?

 

 
 
 
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